Prolog

 

Weite Wälder zogen sich über das Land. Leise rief der Wind die Geschöpfe der Wildnis. Adler trieben in der Luft und schickten ihren Schrei, der unbändige Freiheit bedeute, gen Himmel. Mitten auf einer riesigen Lichtung im Wald der Berge, stand ein kleines Lager aus Tipis. In diesem Indiodorf lebte einst ein kleines Mädchen, genannt “Weißer Stern”. Es hatte lange schwarze Haare und eisblaue Augen, die sehr klug und manchmal auch bewundernd in die Welt blickten. Es war kein Indiokind, sondern ein Kind der Weißen. Es hatte als Baby den Angriff eines anderen Stammes überlebt und wurde nun vom Medizinmann des Sialstammes aufgezogen. Es lernte die Natur und ihre Geschöpfe und Geister kennen und schätzen. Es wurde gelehrt, wie man Früchte und Wurzeln fand, wo Wasser floss und wie man sich vor Wölfen und anderen bösen Tieren schützte. Sie führte ein wohlbehütetes Leben in der Wildnis und war über jeden neuen Tag, den sie erleben durfte, glücklich. Eines schönen Tages aber würde sich für “Weißer Stern” alles ändern.