Kapitel 2: Es lebe der Mensch!

Für die Menschheit hatte sich alles gut entwickelt. Es gab Essen und Trinken im Überfluss, Geld wurde täglich Milliarden-hoch neu gedruckt und jeder Mensch besaß alles, was er sich je wünschte. Arbeit, ein Haus, Familie, ein Auto und was man sonst noch so kaufen konnte. Das Geld wurde Säckeweise vergeben, allerdings NUR an Menschen. Niemand musste mehr hungern oder dursten, niemand erfror mehr. Der Welthunger war bereits 2090 durch eine Innovative Umstrukturierung der Weltwirtschaft und des globalen Verkehrsnetzes beendet worden. Armut wurde kurz darauf durch neue Weltgesetze besiegt und medizinische Hilfe war nun selbst im tiefsten Outback Australiens möglich. All das war durch eine Organisation ermöglicht worden, die 2045 gegründet worden war. Ein berühmter Mann namens Rudolf Heitler hatte den Traum, die menschliche Rasse an die Spitze der Evolution zu bringen und alles zu kontrollieren. Seine Human Empire Reign Organisation, kurz HERO, war bereits nach 2 Jahren führend in allen Bereichen, egal ob politisch oder wirtschaftlich. Sie riss sich sämtliche Posten unter den Nagel und kontrollierte 5 Jahre nach Gründung die Welt. Sie beendete die Kriege und versöhnte alle Parteien. Jede Fehde wurde mit vielen Mitteln geklärt und für die Bedürftigen wurden helfende Maßnahmen aufgenommen. Als Heitler im Jahre 2068 starb, übernahm sein Sohn die Organisation. Dieser kam auch auf die Idee, die menschliche DNA zu erweitern und so begann er mit den Forschungsaufträgen an vielen Instituten in vielen Nationen der Welt. Als man die Fehlschläge nicht mehr abstreiten konnte, war Adolf Heitler außer sich und bestimmte, dass diese „verachtenswerte Rasse“ nicht menschlich war und somit kein Recht auf ein menschliches Leben hatte. Er duldete lediglich, dass sie arbeiten und somit sich ihr Leben erwirtschaften durften, doch das erarbeitete Geld reichte gerade so, dass sie nicht verhungerten. Und diese Regelungen wurden erst nach etlichen Jagden auf die Nekomine erstellt, da man sich keinen politischen Fauxpas erlauben konnte und wollte. Doch wen interessierte das arme Tier? Die Menschheit hatte alle Voraussetzungen geschaffen um eine glückliche und sorglose Zukunft zu ermöglichen. Jeder konnte bereits mit kleinem Geldaufwand seinen persönlichen Himmel erschaffen. Gearbeitet wurde nur noch zum Zeitvertreib und um sich von den Armen abzuheben. Die Reichen konnten alles tun, die Nekomine waren arm und wurden aufs strengste beobachtet. Denn sie mussten viele Regeln einhalten während ihre Rechte sich auf ihre Existenz beschränkten, unter der Voraussetzung, dass sie arbeiteten. So war die Welt und so waren die Menschen im Jahre 3000. Die Menschen waren Göttern gleich und durften den Himmel erleben. Die Nekomine waren zu ewiger Hölle verdammt.